Mit dem Rekordsommer 2003 erlebte Deutschland das heißeste Jahr seiner Geschichte. Weltweit waren nur zwei Jahre noch wärmer: 2005 und 1998. Die zehn wärmsten Jahre seit 1856 verzeichneten die Meteorologen seit den 1990er Jahren. Die globale Erwärmung wird zum größten Teil vom Menschen verursacht.
Jedes Stück Kohle, das wir verheizen, jeder Liter Erdöl oder Gas, den wir verbrennen, vergrößert die Menge an Treibhausgasen in der Atmosphäre. Wie eine immer dickere Decke (siehe unten Treibhauseffekt) legen sie sich um die Erde, schließen die Hitze ein und machen Mensch und Natur zu schaffen.
CO2 ist das wichtigste Treibhausgas
Kohlendioxid (CO2) ist für mehr als 60 Prozent der weltweiten Erderwärmung verantwortlich. In den letzten 420.000 Jahren waren die CO2-Werte in der Atmosphäre niemals höher als heute.
Die wichtigsten Quellen für CO2 sind Kohle, Erdöl und Gas. Etwa 97 Prozent der Emissionen in westlichen Industrienationen entstammten der Verbrennung dieser fossilen Rohstoffe zur Energiegewinnung. Rund 31,5 Milliarden Tonnen CO2 werden jährlich in die Erdatmosphäre geblasen – mehr als 900 Tonnen jede Sekunde. Mit dramatischen Folgen: Der Anstieg der globalen Temperaturen gefährdet ernsthaft die fragilen Wechselwirkungen des Weltklimas.
Wir müssen unter plus zwei Grad Celsius bleiben
Der WWF ist überzeugt, dass der Temperaturanstieg deutlich unter zwei Grad Celsius liegen muss, um gefährliche Folgen des Klimawandels abzuwenden. Es ist bereits nachgewiesen, dass bereits ein Anstieg von zwei Grad eine Reihe von Auswirkungen auf Korallenriffe, die Polargebiete und regionale Gemeinschaften haben wird. Mehr darf es deshalb nicht werden.
Was können wir tun?
Wir müssen endlich beginnen, unsere Emissionen zu reduzieren, um die Atmosphäre nicht noch weiter Kohlendioxid aufzufüllen. Wissenschaftlich ausgedrückt bedeutet das, den CO2-Anteil in der Atmosphäre unterhalb von 450 ppm (Millionstel Volumenanteile) zu halten.
Der Treibhauseffekt
Dem natürlichen Treibhauseffekt verdanken wir unser Leben. Ohne ihn läge die Mitteltemperatur auf der Erde nicht bei plus 15, sondern minus 18 Grad Celsius.
So funktioniert er
Sonnenstrahlen treffen als ultraviolette Strahlung (UV) auf die Erdoberfläche und erwärmen diese. Ein Teil dieser Energie wird in Form von langwelliger infraroter Strahlung reflektiert, also wieder Richtung Weltraum zurückgeworfen. Von dieser reflektierten infraroten Strahlung wiederum wird ein Teil in der Atmosphäre von Gasen wie Wasserdampf, Ozon, Kohlendioxid (CO2) und anderen quasi zurückgehalten. Diese langwellige infrarote Sonnenstrahlung fällt zur Erde zurück und erwärmt sie wie ein Treibhaus. Dieser natürliche Treibhauseffekt ist damit so etwas wie eine gigantische, erdumspannende Temperaturregelung, die Leben unter den herrschenden Bedingungen ermöglicht.
Der natürliche Kreislauf des Kohlendioxid hält die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre im Gleichgewicht: CO2 entsteht beim Ausbruch von Vulkanen, bei der Zersetzung von Pflanzen und beim Ausatmen von Tieren. Es gelangt in die Atmosphäre, wo es etwa 100 Jahre verweilt, bis es durch Photosynthese wieder in Pflanzen eingebaut oder im Meerwasser aufgelöst wird. Die gesamte Menge an atmosphärischem CO2 der Erde ist sehr groß und die Volumen der einzelne CO2-Speicher befinden sich in einem Gleichgewicht.
Und das macht der Mensch
Die durch den Menschen bislang in die Atmosphäre hinzugefügten Mengen verändern dieses Gleichgewicht und haben damit enorme Auswirkungen. Vor allem mit dem Aufschwung der industriellen Revolution seit Mitte des 19. Jahrhunderts starteten wir ein „massives Experiment mit dem System unseres Planeten“, wie die ehemalige britische Premierministerin und Chemikerin Margaret Thatcher bereits im November 1988 feststellte. Denn seither produzieren wir zusätzliche Treibhausgase, die sich in der Atmosphäre anreichern und dort noch mehr Sonnenwärme zurückhalten. Auf diese Weise heizen wir unseren Planeten zusätzlich auf – wie ein Gewächshaus in der Mittagshitze, dessen Gläser dicker werden und immer mehr Wärme zurückhalten. Das ist der so genannte anthropogene Treibhauseffekt.
(Quelle: WWF – Deutschland)
Unser Technologien tragen dazu bei CO2-Emissionen zu senken und wichtige natürliche Ressourcen zu schonen:
Strom aus ORC ist erneuerbare Energie... >>> weiterlesen